Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Gluten - Laktose - Fructose - Histaminintoleranz - was ist da los???

In den letzten Monaten tauchen immer häufiger Patienten auf, die über Reizdarm oder Verdauungsprobleme, Blähbauch, Gewichtszunahme aber auch -Abnahme klagen.
Manche wissen nicht mehr, was sie noch essen können, sind verwirrt und mutlos.

Gleichzeitig erlebe ich immer häufiger Autoimmunerkrankungen wie beispielsweise autoimmune Schilddrüsenerkrankungen (z.B. Morbus Basedow oder Hashimoto-Thyreoiditis).

 

Aber auch bei Kindern gibt es häufig Zusammenhänge zwischen unserer modernen Ernährung und Erkrankungen, die man nicht unbedingt damit in Zusammenhang bringt. Mittlerweile nimmt der Teil Ernährung zeitmäßig häufig einen großen Teil der Beratungsleistungen in Anspruch. Um Interessierten die Möglichkeit zu geben sich kompakt zu informieren biete ich in unregelmäßigen Abständen einen Informations-Nachmittag in der Praxis an. Bitte schauen Sie unter der Rubrik "Aktuelles" um den nächsten Termin zu erfahren.


Für Rückfragen und Anmeldungen zum Vortrag erreichen Sie mich über das Kontaktformular. Ich melde mich dann schnellstens bei Ihnen.

 

 

 

"Lasst Eure Nahrung Eure Medizin sein." 

 

Dieses Zitat von Hippokrates, einem griechischen Arzt, zeigt, dass vor fast 2500 Jahren das Thema Ernährung bereits als wichtig für die Gesundheit angesehen wurde.

Immer häufiger erlebe ich in der Praxis Nahrungsmittelunverträglichkeiten und um so wichtiger ist es zu wissen, was man isst und was dem Körper (und der Seele) gut tut.

Ein paar saisonale Rezepte sollen Ihnen Lust auf "selber kochen" machen und werden von Zeit zu Zeit ergänzt.

 

Wer glutenfrei oder laktosefrei essen muss stellt sich zunächst einmal vor der Frage, ob er jetzt nur noch Verzicht üben muss. Es gibt mittlerweile wunderbare Blogs, die sich mit dem Thema "allergiefrei genießen" beschäftigen und Lust auf selber kochen machen.


Ich möchte Ihnen hier wärmstens den Blog von Steffi Grauer aus Düsseldorf unter www.kochtrotz.de empfehlen (auch bei Facebook zu finden).

Steffi, selbst multiple Allergikerin, kocht und backt trotz Ihrer Allergien und die Rezepte glutenfrei, laktosefrei, viele vegan - die mittlerweile in ihrem Kochtrotz-Kochbuch erschienen sind - sind sehr empfehlenswert, lecker und einfach nachzukochen.


Mir waren sie eine sehr große Hilfe, als ich meine Ernährung ebenfalls umstellen musste.


Lecker das ganze Jahr!

Kokos-Kürbis-Cremesuppe mit Wildlachs-Spießen

Kokos-Kürbis-Suppe asiatisch
(mit Wildlachs)

 

1 kleiner Hokkaido-Kürbis

2 mittelgroße Kartoffeln

1 Zwiebel

1 – 2 Knoblauchzehen, gehackt oder zerdrückt

1 Stück Ingwer (1 – 3 cm) gehackt oder gerieben

2 Eßl. kalt gepresstes Sonnenblumenöl

1 Dose Kokosmilch

1 TL Meersalz oder Steinsalz

1 TL Garam Masala

½ TL Kurkuma

Pfeffer oder Piment d'Espelette

1 Bio-Orange

1 kleiner Schuss Aceto Balsamico oder Zitronensaft

frisches Koriandergrün, evtl. einige Kaffirblätter (Zitronenblätter)

 

Wildlachs, ca. 200 – 300 g, frisch oder TK

einige Stängel Zitronengras

Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette

 

Die Zwiebel und den Knoblauch zusammen mit dem Ingwer kurz im Öl anschwitzen, dabei das Öl nicht zu heiß werden lassen.  Kurkuma, Garam Masala, und evtl. etwas Piment d’Espelette oder ein Stück Chilischote kurz mit im Öl anrösten. Den in Stücke geschnittenen Kürbis und die Kartoffeln dazu geben und mit etwas Gemüsebrühe ablöschen. Salzen und pfeffern und ca. 20 Min. abgedeckt weich köcheln lassen.

 

Mit einem Pürierstab alles fein mixen und mit Kokosmilch auffüllen bis die Suppe die gewünschte Konsistenz hat.  Die Bio-Orange waschen  etwas abgeriebene Orangenschale und den ausgepressten Saft in die Suppe geben, ggf. etwas Aceto Balsamico oder Zitronensaft hinzu geben.

 

Die Wildlachsfilets in Streifen schneiden und auf einen Stängel Zitronengrass aufspießen. Salzen, pfeffern, etwas Piment d’Espelette darüber stäuben und in etwas Pflanzenöl kurz von beiden Seiten braten. Die Pfanne zur Seite ziehen und den Lachs noch kurz stehen lassen, damit er durch zieht.

 

Die Suppe mit etwas frischem Koriandergrün, einem Streifen Orangenschale und den Lachsspießchen dekorieren und dann:

 

                                                    Essen Sie sich gesund!

 

Inhaltsstoffe:

 

Wildlachs: reich an Omega-3-Fettsäuren, diese sind wichtig für Herz und Kreislauf, Augen, und das Immunsystem .

 

Sofern Sie den Wildlachs nicht mögen oder weglassen, haben Sie eine vegane Suppe. Die Omega-3-Fettsäuren können Sie dann durch die Verwendung von Leinsamen, Raps- oder Sojaöl zuführen.

 

Kürbis enthält wenig Kalorien aber viel Kalium (wichtig für Herz und Kreislauf, Nieren,) und Carotin (Vitamin A-Vorstufe, wichtig für die Sehkraft) und ist magenschonend.  Die Samen wirken entwässernd und positiv auf die Prostata.  Wenn Sie möchten, machen Sie einfach noch ein paar geröstete Kerne über die Suppe.

 

Ingwer: frischer  Ingwer enthält  u.a. viel Kalium und Phosphor, Vitamin C und Riboflavin, insgesamt ca. 500 Inhaltsstoffe. Er hat eine starke Wirkung auf die Fettverbrennung und hilft daher beim abnehmen, wirkt bei Erkältungen schleimlösend, gegen Reiseübelkeit und  scheint auch gegen Helicobacter Pylori zu wirken (Erreger durch die es zu Magengeschwüren kommen kann). Frischer Ingwer wirkt auch antioxidativ, bei Blähungen und Verdauungsschwäche und hat einen sehr breiten therapeutischen Einsatz. Die Wirkung von getrocknetem Ingwer ist mit dem von frischem nicht vergleichbar.

 

Kurkuma: In Indien ist Kurkuma (Haldi) ein heilige Gewürz und im Ayurveda eine bewährte Medizin bei Druck- und Völlegefühl im Oberbauch, z. B. durch mangelnde Fettverdauung. Kurkuma fördert die Produktion und Ausscheidung von Gallensäure und reguliert die Produktion von körpereigenem Cholesterin. Das enthaltene Curcumin verbessert bei Rheuma Symptome wie  Morgensteifigkeit und Gelenkschwellungen. Durch die gleichzeitige Aufnahme von  Zitrusfrüchten, Pfeffer und Zimt wird die Bioverfügbarkeit der Inhaltsstoffe gesteigert.  Auch für die Schönheit tut er was: er hilft gegen freie Radikale und somit auch gegen Hautalterung.  Allerdings ist bei uns davon abzuraten, Kurkuma auch als Hautpflegemittel einzusetzen – er hat eine sehr starke Gelbfärbewirkung!

 

Garam Masala ist eine indische Gewürzmischung zur Zubereitung von Curry. Jede Hausfrau mischt sich ihre Würzmischung (Masala) normalerweise selbst. Der hier käufliche enthält in veränderlichen Bestandteilen u. a. geröstete und gemahlene Koriandersamen, Kreuzkümmel, Fenchelsamen, schwarzer Pfeffer, schwarzer Kardamom, Zimt,  rote Chilli, Lorbeer, u. a.  und dienen nicht nur dem Geschmack sondern haben auch alle eine verdauungsfördernde Wirkung.

 

Salz:  nehmen Sie entweder ein gutes Meersalz oder Steinsalz aus dem Reformhaus, ohne Zusätze und Rieselhilfen und vor allem nicht künstlich jodiert (Kaliumjodat). Dieser Zusatz ist mittlerweile  in unglaublich vielen Lebensmitteln. Schon durch die Tierfütterung mit „Kraftfutter“ enthält ein Joghurt mehr Jod als eine Jodidtablette aus der Apotheke und dies führt bei vielen Menschen mit Schilddrüsenproblemen zu noch stärkeren Beschwerden.

 

Sofern Sie zu den Menschen mit Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion), autonomen Knoten  bzw. autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen (z.B. Morbus Basedow oder Hashimoto-Thyredoiditis)  zählen, haben Sie durch den Konsum jodierter Lebensmittel massive Probleme – auch wenn Sie es bisher noch nicht bewusst wahrgenommen haben. Achten Sie einmal darauf, wieviele abgepackte Lebensmittel Jodsalz enthalten. Wenn Sie dann auch noch zu Hause oder in der Kantine Jodsalz essen und viele Milchprodukte zu sich nehmen, bekommen Sie vermutlich viel zu viel davon.

Leider ist dieses Wissen noch nicht sehr verbreitet und man hört immer wieder das Argument "Jodsalz ist gesund" oder "wir leben in einem Jodmangelgebiet"...  

 

Zu dem Thema Jodierung von Lebensmitteln werde ich demnächst etwas schreiben.  Falls Sie dazu dringende Fragen haben melden Sie sich über das Kontaktformular.  

 

Rechtzeitig zum Frühjahr: Frankfurter Grüne Soße

Ostereier selbst gefärbt
Ostereiersuche im Garten

Frankfurter Grüne Soße (die Echte)


Nicht die Mutter von Johann Wolfgang von Goethe hat sie erfunden, sie hat sie nur gerne gemacht für ihren Sohn, dessen Leibspeise es war. Ich denke, in den geschützten Mauern des elterlichen Hauses am Große Hirschgraben in Frankfurt konnten die Kräuter gut überwintern, daher hatte sie nicht weit, um alles zu besorgen.

 

Sie brauchen 7 verschiedene Kräuter, entweder die fertige Mischung „Grüne Soße“ vom Gemüsehändler oder sie holen sich aus dem eigenen Kräuterbeet:

 

insgesamt ca. 300 Gramm gemischt:

  • krause Petersilie
  • Schnittlauch
  • Sauerampfer
  • Borretsch
  • Kresse
  • Kerbel
  • Pimpinelle (ersatzweise Zitronenmelisse)

500 g saure Sahne oder Schmand, Creme fraiche oder Naturjoghurt 3,8% (am besten gemischt)

 

2 gehackte hartgekochte Eier

1 Esslöffel Öl und 1 Esslöffel Essig

1 Teelöffel Senf,  

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Die Kräuter (geputzt, gewaschen, getrocknet, harte Stängel entfernt, grob geschnitten) mit den Milchprodukten im Mixer oder dem Zauberstab solange hacken bzw. mixen, bis eine schöne grüne Farbe entstanden ist. Es soll aber schon noch erkennbar sein, dass Kräuter darin sind!

 

Mit Senf (kein süßer oder extrem scharfer Senf), Salz und Pfeffer abschmecken und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

 

Traditionell isst man die Frankfurter Grüne Sauce mit frischen Pellkartoffeln und hartgekochten Eiern gereicht, über die die Sauce gegeben wird:

Ganz lecker aber auch zu gekochtem Tafelspitz oder gedünstetem/pochiertem Fisch, z. B. Biolachs den man abkühlen lässt.

 

Perfekt vorzubereiten für ein entspanntes Osterbrunch!

 

Was gar nicht geht: Majonaise, Dill, Basilikum, Bärlauch, Knoblauch gehört nicht in die Grie Soß'


 

 

Ostereier mit natürlichen Farben färben

Ostereier mit Spinat und Rotkohl natürlich färben

 

Ostereier mit natürlichen Farben aus Spinat, Rotkohl und Rote Bete färben

26.03.2012

Im Handel werden allerlei Färbemittel für das Einfärben von Ostereier angeboten. Viele dieser Produkte enthalten künstliche Farbstoffe, die Allergien begünstigen und Umweltschädigend wirken. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten die Eier auch mit natürlichen Farben einzufärben. Farbenfrohe Gemüsesorten wie Rote Bete, Zwiebeln oder Spinat lassen die Eier ansehnlich erstrahlen.

Künstliche Farbstoffe können allergische Reaktionen provozieren
Das Osterfest lässt Kinderherzen höher schlagen. So wie es der Brauch zum Auferstehungsfest will, dürfen gefärbte Ostereier nicht fehlen. Doch viele im Handel angebotenen Farbstoffe enthalten künstliche Substanzen, die zu Hautrötungen, Juckreiz und sogar Asthma führen können. Verantwortlich dafür sind Kunststoffe wie Tartrazin (E 102) und Azorubin (E 122). In einigen Fällen wurden durch den Genuss der künstlich gefärbten Eier sogar Asthmaanfälle provoziert, wie die Verbraucher-Initiative in Berlin erklärte. Durch das Kochen der Eier entstehen kleine Risse an der Eierschale, wodurch schon kleinste Mengen der Farbstoffe in das Innere des Ei´s gelangen können. Die Folge: Die Stoffe werden von Kindern und Erwachsenen mitgegessen. Zudem stehen laut einiger Studiendaten die Kunstfarben im Verdacht, das Risiko für Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern zu erhöhen.

Natürliche Färbung von Ostereiern
Zum Osterfest muss allerdings nicht auf das Einfärben von Ostereiern verzichtet werden. Um auf natürlicher Weise rote Eier zu färben, können Rote Bete oder rote Zwiebelschalen verwendet werden. Eine goldene bzw. gelbe Farbe lässt sich am Besten mit Schwarzem Tee sowie Zwiebel- und Walnussschalen herstellen. Für grüne Eier eignen sich Spinat, Petersilie und Brennnessel. Blaue oder violette Ostereier werden mit Hilfe von Rotkohl und Saft der Holunderbeere gefärbt.

Bereits die Auswahl der Eier ist entscheidend. Statt braune, sind weiße Eier sinnvoll, damit die Farbe gut zur Geltung kommt. Die Schale sollte möglichst glatt sein, da die Farbe auf glatter Oberfläche meist besser haftet und leuchtet. Damit nicht nur die Kinder glücklich sind, sollten die Eier von Biohöfen stammen, in denen die Hühner freilaufen können. Denn Bio ist nicht gleichbedeutend auch eine Artgerechte Haltung.

Um Risse an den Eiern zu vermeiden, sollten lieber kleine Eier gekauft werden. Diese wurden vordergründig von Junghühnern gelegt und haben eine dickere Schale. Beim Kochen hält die Kalkschale besser.

Natürlicher Sud muss 45 Minuten kochen
Um einen die natürlichen Zutaten zu nutzen, wird je nach farblichen Wunsch 500 ml Wasser aufgesetzt. In das Wasser komme 250 Gramm der Gemüsestücke und ein Schuss Essig. Der Sud muss dann bis einer dreiviertel Stunde kochen. Erst dann werden die Eier hinzugetan und ungefähr 8 bis 10 Minuten gekocht. Damit sich die Eier gut einfärben, sollten die Eier laut Verbraucherschützer noch einmal gut mit Essig eingerieben werden. Sind keine Risse an den Eiern entstanden, halten sie sich im kühl gelagert im Kühlschrank bis zu vier Wochen. Danach sollten die Eier nicht mehr gegessen werden.

Zum Osterfest können ruhig auch einmal zwei oder drei Eier verzehrt werden. Denn die Eier enthalten eine Vielzahl von förderlichen Nährstoffen und Vitaminen. Der Körper kann Hühnerei-Eiweiß besonders gut verwerten und für den Aufbau von eigenen Proteinen nutzen. Ein Durchschnittsei enthält rund vier Gramm mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Mineralstoffe wie Eisen, Phosphor, Selen, Zink, Kalzium sowie alle Vitamine außer Vitamin C. (sb)

 

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/ostereier-mit-natuerlichen-farben-faerben-900612.php

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