ADS - ADHS = Ritalin ???

Zappelphilipp aus dem bekannten Struwwelpeter
(c) Packungsbeilage der Hoffmann's Stärkefabriken

Ritalin-Verordnungen dramatisch gestiegen!

 

Zwei Drittel aller Betroffenen sind demnach Jungen bis 19 Jahren. Jeder fünfte im Jahr 2000 geborene Junge erhielt zwischen 2006 und 2011 die Diagnose ADHS. Bei den Mädchen dieses Jahrgangs waren es mit 7,8 Prozent deutlich weniger. Besonders oft fiel die Diagnose laut Arztreport zum Ende des Grundschulalters vor dem Übergang auf weiterführende Schulen.

(Quelle: Focus Online, Link siehe unten)

 

Ich muss gestehen, ich bin immer wieder fassungslos, wenn ich solche Schlagzeilen lese. Ritalin gehört zu den Amphetaminähnlichen Drogen und wird damit in derselben Kategorie wie eingestuft wie Opium, Kokain und Morphium.

 

Die Verordnung von Ritalin wegen Hyperaktivität stieg alleine zwischen 2004 und 2009 um 32%!

 

Die US Army nimmt keine Rekruten auf, die Ritalin nehmen oder nach ihrem 12. Lebensjahr einnehmen mussten und stuft Ritalin als „mind alterning drug“ ein, als hirnverändernde Droge. Das sollte zu Denken geben. Angeblich neigen Kinder, die über länger Zeit Ritalin einnahmen, zum späteren Drogenmissbrauch. Ritalin ist in hohem Maße suchterzeugend, und ein Entzug kann zum Selbstmord führen. Kurt Cobain, der durch Selbstmord aus dem Leben schied, war angeblich auch ein Ritalinkind.

 

Folgende Nebenwirkungen werden beobachtet: Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Schlafstörungen, Herzklopfen, Schläfrigkeit, Gelenkschmerzen, Übelkeit, Schmerzen im Brustkorb, Schmerzen im Unterleib. Es kann auch Halluzinationen hervorrufen oder bizarres und abnormes Verhalten verstärken

 

Nebenbei bemerkt: Ritalin wird auch gegen Narkolepsie eingesetzt, ein Zustand bei dem Menschen plötzlich ohne jede Vorwarnung einschlafen. In Skandinavien sind seit einiger Zeit viele Kinder an Narkolepsie erkrankt, die zuvor gegen Schweingrippe geimpft wurden.

 

Die Verschreibung von Ritalin zur Symptomenbekämpfung von ADS/ADHS hat sich seit den 80iger Jahren unglaublich gesteigert. Zwischen den 80iger und späten 90iger Jahren stieg die Zahl der Verordnung von Ritalin weltweit angeblich um 800%.

 

Wenn tatsächlich immer mehr Kinder unter ADS/ADHS leiden, wodurch wird diese Erkrankung ausgelöst?

 

Wieso wird nur ein Medikament verordnet, anstatt nach den Gründen zu suchen?

 

Ein Grund für den Anstieg kann meiner Meinung nach die Veränderung im Ernährungsverhalten sein: seit fast 20 Jahren habe ich Eltern von sogenannten Zappelphilipp-Kindern darauf aufmerksam gemacht, was unter Umständen die Zappelei verstärkt oder auch auslösen kann, beispielsweise.

 

Azofarbstoffe:

Eines meiner Kinder reagierte auffällig, sobald er sich von seinem Taschengeld mit Süßigkeiten eingedeckt hatte, die ich normalerweise nicht kaufte: zum Beispiel Fruchtgummis oder Bonbons, die mit Azo-Farbstoffen gefärbt waren (E 102 Tatrazin, E110 Gelborange, E104 Chinolingelb, E122 Azorubin, E124 Cochenillerot und E129 Allurarot). In meiner Praxistätigkeit konnte ich dies auch bei vielen Kindern, die unruhig und zappelig waren, als Auslöser bestätigen.

 

Eine groß angelegte Studie vor etwa 5 Jahren bestätigte dies und führte dazu, dass 2010 zur Auflage gemacht wurde, dass die Hersteller mit dem Vermerk „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“ ihre Produkte kennzeichnen müssen.

Natürlich kommt man dem nach, aber meist sehr klein gedruckt und versteckt.

 

Auchin den neuen Bubble-Tea Bars findet man irgendwo, ganz klein ausgedruckt und wo hoffentlich keiner hinschaut, diesen Vermerk. Die großen Hersteller färben die Gummibärchen zwar mittlerweile zum großen Teil mit natürlichen Farbstoffen, aber alle die Produkte, die sehr farblich sehr unnatürlich aussehen, enthalten häufig noch Azofarbstoffe.

 

Azofarbstoffe können außerdem giftige Amine freisetzen und sind deswegen in Deutschland für den Einsatz in Kosmetik, Schmuck oder zur Färbung von Stoffen verboten. Umso mehr fragt man sich, warum sie teilweise in Lebensmitteln erlaubt sind???

 

Auch Ostereierfarben (Färbetabletten) enthalten häufig Azofarbstoffe. Es gibt gesündere Alternativen wie z. B. das Färben mit Naturfarben (Rote Beete, Zwiebelschalen u.a.)

 

Ein weiterer Zusatzstoff, dem kaum zu entgehen ist, wenn man nicht genau auf die Packungen schaut:

 

Natriumglutamat

als Geschmacksverstärker, ein Lebensmittelzusatzstoff, der nicht nur bei sensiblen Kindern die Aufmerksamkeit beeinträchtigen kann, auch bekannt als Mononatriumglutamat, das nicht nur in vielen Knabbereien, sondern auch in sehr vielen Lebensmittelfertigprodukten und Würzmischungen zu finden ist: angefangen von Chips über manche ***-Fix-Produkte in Tüten zur Soßen- und auch Suppenherstellung, gekörnte Brühe, Brühwürfel, etc. etc. und auch beim Chinesen um die Ecke findet man es häufig im Essen, was unter anderem zu allergischen Reaktionen bei Betroffenen führt - das sogenannte Chinarestaurant-Syndrom. Eingesetzt wird es vor allem deshalb, um minderwertige Zutaten schmackhafter zu machen.

 

Glutamate können im Gegensatz zu vielen Medikamenten eine Schutzeinrichtung des Körpers passieren: die sogenannte Blut-Hirn-Schranke - und führt bei manchen Kindern, genau wie Azofarbstoffe, zu vermehrter Aktivität und Unruhe - der Zappelphilipp ist uns allen noch bekannt?

 

Bei Erwachsenen wie bei Kindern konnte ich auch Allergien beobachten in Form von massiven Ödemen (Gesicht), Juckreiz und sogar als Auslöser von Neurodermitis.

 

Noch ein Nebeneffekt von Glutamaten: es fördert die Fresslust - ich nenne es daher „Süchtolin“ und ich glaube, jeder kennt den Effekt: sobald man die ersten Chips im Mund hat, kann man nicht mehr aufhören, bis die Tüte leer ist. Ein echter Fettmacher, wie auch Studien bezeugen, denn es scheint das Hungergefühl auszubremsen.

 

Bevor Sie ihr Kind mit einer chemischen Keule ruhig stellen lassen sollten Sie unbedingt ihren Küchenschrank durchforsten und einmal kritisch auf die gelisteten Zusatzstoffe schauen. Natriumglutamat ist auch als E 620 - E625 auf den Packungen gelistet.

 

Fazit: nicht nur bei unruhigen Kindern: kochen Sie frisch oder unverarbeitete TK-Produkte (Gemüse ohne Würzmischung) und benutzen Sie so wenig fertige oder halbfertige Produkte wie möglich. Sie vermeiden nicht nur die vorgenannten Zusatzstoffe sondern auch einige Dickmacher und Probleme bei Laktoseintoleranz.

 

Mehr Berichte finden Sie im Internet zu den vorgenannten Themen: 

 

http://www.focus.de/gesundheit/baby/news/tid-29251/massive-zunahme-der-adhs-diagnosen-experten-sehen-eine-generation-zappelphilipp-heranwachsen_aid_908107.html )

 

Ein Bericht der Uni Kiel zum Thema Nahrungsmittelzusatzstoffe:

 

http://www.uni-kiel.de/unizeit/data/uz-35/pdf/uz-35-8.pdf

 

Selbstversuch mit Ritalin: http://www.zeit.de/campus/2009/02/ritalin/seite-1

 

Ein sehr interessanter Artikel ist hier zu finden: http://www.adhs-schweiz.ch/Bilder/ritalin_die_verkannte_gefahr.pdf

 

Interessantes zu Glutamat: http://www.gzl.com/sortiment/streuwuerze/die-glutamat-story.html

 

 

http://articles.sun-sentinel.com/1996-12-23/news/9612230073_1_ritalin-rejection-kyle-carter